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Unsere Reiseroute in Neuseeland I [Nordinsel]

Dienstag, 12. April 2016


Da Neuseeland kein Riesiges aber doch ein großes Land zum einmal komplett Durchfahren und Erkunden ist, dachte ich, ich könnte ja mal unsere Reiseroute vorstellen. Dann auch gleich so Sachen erwähnen, die man sich angucken kann oder welche wir gemacht haben. Man muss gleich sagen, unsere Route war nicht perfekt. Gerade als wir mit dem Carnival mitfahren mussten, konnten wir uns natürlich nicht selber aussuchen, wo wir hinwollten. Außerdem wussten wir, dass wir noch mal auf die Nordinsel kommen, also haben wir nicht alles auf Anhieb dort gesehen, sondern erst als wir das zweite Mal dort waren. Und noch ein Punkt ist natürlich unser Auto, wir mussten immer auf Campingplätze ausweichen, die gerade in Großstädten auch nicht immer vorhanden waren. Aber insgesamt hilft das ja vielleicht jemanden. Wir standen als wir unser Auto hatten erstmal da "Ja und was nun?" Die Auswahl war so riesig, wo man überall hin kann, dass einen das vielleicht erst mal erschlägt. 

Wir erhielten unseren Bob (unser Auto) in Takanini, eine halbe Stunde ungefähr von Auckland entfernt, wir wissen bis heute nicht, ob es ein Vorort von Auckland ist oder eine eigene Stadt haha. Wir wollten auf jeden Fall weg von Auckland!

Auckland - Whangarei - Paihia - Cape Reinga

(Habe ich extra für euch gezeichnet hihi :D)
Da wir der Meinung waren, ganz oben in den Norden kommen wir nicht noch einmal hin, sind wir da gleich zum Anfang hingefahren. Also bloß raus aus Auckland! Diese Stadt war mir einfach nix, nicht so, wie ich mir Neuseeland vorgestellt hatte. Also ging es zum ersten Roadtrip! Auf nach Whangarei.
Dort war unser erster Campingplatz, wir blieben dort 2 Nächte ungefähr, schauten uns die Stadt an und den Wasserfall. Dies war unser erster Wasserfall und wir waren extrem fasziniert! 



Dann ging es weiter nach Paihia. Wir haben uns sagen lassen, das sei eine wunderschöne Stadt. Ich fand sie wirklich schön, aber sehr touristisch, klar wir haben uns dort vielleicht auch genau in dem Teil aufgehalten aber es war trotzdem schön! Und endlich richtig am Meer, so schön. Bei wirklich gutem Wetter, aber es war noch ziemlich kalt. 


Und dann kamen wir zu unserem ersten richtigen Ziel, Cape Reinga! Das war so das erste Große was wir in Neuseeland gesehen haben und wir waren fasziniert. Alles sah wunderschön aus und riesig und wow! Im Endeffekt gab es schönere Plätze, aber für den Anfang ist das echt gut! Der Leuchtturm und die 2 Meere die aufeinandertreffen haben uns lange Zeit in Anspruch genommen. Wir sind sogar runter bis zum Strand gelaufen, wo niemand war, ich schätze wegen der Kälte und dem Wetter. Sandboarding haben wir nicht gemacht, irgendwie waren wir zu doof die Sanddünen zu finden und es war schon spät, ups. 



Waitomo Caves - Rotorua - Tauranga


Es ging dann also wieder zurück nach Auckland, natürlich nicht an einen Tag. Und von da aus zu den Waitomo Caves! Dort wollten wir unbedingt hin, die Glühwürmchen in der Höhle, so süß! Dafür 49$ war schon echt heftig, zum Anfang hat man das Geld noch. Zum Schluss hätte ich nie so viel Geld ausgegeben dafür, man kann auf der Südinsel ein paar Höhlen umsonst finden oder wir hatten auch mal auf einem Campingplatz ganz viele Glühwürmchen. Man fährt halt mit dem Boot die paar Meter eine Weile Auf und Ab und das war es mit den Glühwürmchen, davor noch viel über die Höhlen an sich. Es war schön, aber nicht so viel Geld wert! Letztendlich muss man es selbst entscheiden.



Dann waren wir in Mangakino, nur aufgrund  des Campingplatzes, da es der einzige Kostenlose war. Superschönes kleines Fleckchen, süße verschlafene Stadt. Als wir dort, waren hat die Feuerwehr ihren Tank mit Wasser gefüllt, sieht man auch nicht so oft haha!


Und wir kamen zu einer unserer Lieblingsstädte, Rotorua! Sie erinnerte uns auf eine Art an unsere Heimatstadt, aber auch sonst war sie wirklich schön. Leider roch sie nicht ihr Aussehen entsprechend. Oft tritt noch an Stellen Schwefel aus. Die ganze Gegend ist dafür bekannt, so kann man zum Beispiel auch einen Geysir bestaunen oder generell das Thermal Wonderland. Wirklich spannend, da man so was selten sieht, aber ich habe den Geruch irgendwann nicht mehr ausgehalten, vor allem weil wir da noch vor dem Mittagessen waren. Auf leeren Magen macht es das nicht besser. Trotzdem empfehlenswert! Raften kann man auch, wir schliefen genau an der Raftingstelle bei den Okere Falls. Dort sind wir auch bei der Rücktour reingesprungen, da es dann wärmer war, also an einem Seil reingeschwungen wo die Wasserfälle reinfließen!




Von Rotorua aus sind wir dann nach Tauranga gefahren für eine Nacht. Es war ein schöner Tagesausflug sozusagen! Der Strand hat uns einfach so extrem an die Ostsee erinnert. Lustiger Fakt: Beim ersten Mal sind wir dort nur am Strand und in der Stadt gewesen, aber nicht auf dem berühmten Berg Mt. Maunganui, empfanden wir als nicht so wichtig. Später trafen wir 2 Kiwis, die aus Tauranga kamen und selbst Urlaub machten und fragten uns, ob wir in Tauranga schon waren und auch den Berg bestiegen haben, wir verneinten und daraufhin haben sie uns so befohlen, dass noch nachzuholen! Sie haben so lange geredet, dass wir das auf der Rücktour wirklich gemacht haben! Das war anstrengend, aber Details dazu später.



Und danach ging es dann zum Carnival und reisten mit ihm weiter. Das wars aber erstmal so weit zu Teil 1. Ich hoffe der ein oder Andere fand es interessant! 

"Ich sehe Musik"

Donnerstag, 31. März 2016

 
Ich bin jemand, dem ist die Musik extrem wichtig. Ich fahre lieber länger Fahrrad um mehr Songs zu hören. Liebere durch die Gegend fahren mit Musiktitel im Hintergrund. Deswegen vielleicht auch die extreme Liebe zu Konzerten. Da bin ich glücklich. So richtig gücklich. Und mein Geschmack ist vielfältig. Eigentlich höre ich alles. Von Rise Against und eher Rockmusik, zu totaler Trailerpark und Alligatoah Musik, dann wieder The BossHoss und Tim Bendzko oder auch eher kleinere wie Sunset Sons. Wenn mir Musik gefällt dann gefällt sie mir halt und ich höre sie gerne. Ich habe kein bevorzugtes Genre. Aktuell höre ich ganz gerne Twenty One Pilots. Aber auch schon vor dem Hype mochte ich sie sehr gerne. 

André Josselin meinte einmal:

"Alles inspiriert mich, vor allem Musik. Ich füge oft Liedtexte oder Zitate zu meinen Fotos hinzu. Oft haben diese gar keinen direkten Zusammenhang zum Bild für den Konsumenten. Aber es gehört mit zu meinem Ausdruck. Ich "sehe" Musik. Klingt bescheuert. Aber ich habe zu Musik direkt Bilder und Farben im Kopf. Und für mich müssen meine Bilder sein, wie Musik. Man muss sie fühlen und wahrnehmen und sich eine Geschichte dazu ausdenken. Vielleicht bin ich da auch ein wenig zu romantisch veranlagt." 
- Quelle -


 
Ich sehe das so ähnlich. Ich kann meine Bilder nur bearbeiten, wenn Musik läuft. Manchmal ganz leise, manchmal ganz ganz laut, als wäre ich auf einem Konzert der Band. Und ganz unterschiedlich. Mal romantisch. Mal rockig. Mal deutsch. Mal französisch sogar. Musik ist so vielfältig und wunderschön. Ohne Musik kann ich keine Bilder bearbeiten. Ich weiß nicht ob das noch wem so geht. Irgendwie ist das meine Eigenart. Genauso wie immer nachts zu bearbeiten, da ist eine ganz andere Stimmung. Aber das ist was anderes.
Habt ihr auch so einen Tick? Wie zum Beispiel mit der Musik? Oder etwas ganz Anderes?

Ich habe das Gefühl es kommt darauf an was ich höre, nach dieser Stimmung bearbeite ich auch die Fotos. Ich stelle mir vor wie wir dabei die Musik hören wie das Bild die Sänger ausdrückt was sie zu sagen haben. Hierbei habe ich Twenty One Pilots gehört. Diese Band ist irgendwie anders. Aber hört sie euch am besten selbst an.



"While you’re doing fine, there’s some people and I 
Who have a really tough time getting through this life
So excuse us while we sing to the sky"


"Sometimes a certain smell will take me back to when I was young
how come I’m never able to identify where it’s coming from, I’d make a candle out of it if I ever found it"







Meine Reisebegegnungen

Freitag, 25. März 2016




Die liebe Ariane von heldenwetter hat schon wieder ein wunderbares Thema angeschnitten und zur Blogparade aufgerufen und da mache ich doch mit! Es geht, wie man schon lesen kann, um Reisebegegnungen

Sie hat Recht, wenn sie davon redet, dass man meistens nur von der Natur von Sehenswürdigkeiten oder von Städten auf seinen Reisen erzählt, aber nie von den Menschen mit denen man diese Abenteuer geteilt hat, mit denen man gelacht und so viel oder auch nur kurz etwas erlebt hat. 
Ich muss dazu einfach sagen ich bin eher der introvertierte Mensch, wenn es darum geht, auf Menschen zuzugehen oder neue Leute kennenzulernen. Ich traue mich einfach nicht, diese Hemmschwelle zu überwinden ist schwierig für mich. Deswegen war auch das halbe Jahr Neuseeland eine ganz neue Herausforderung auf der menschlichen Ebene. Manchmal habe ich mich auch in unserem Camper Auto versteckt und die Außenwelt ausgeschlossen und lieber Filme auf dem Laptop geguckt als draußen vielleicht den Kreis von Menschen anzusprechen, aber ich mache Fortschritte, wirklich. 



Ich habe insgesamt zwei Geschichten. Und die Erste spielt noch hier in Deutschland. Als ich nämlich Arianes Post gelesen habe, musste ich spontan an diesen Moment zurückdenken, ich habe daran schon ewig nicht mehr gedacht. Und doch kam er mir in den Sinn. 

Ich war auf dem Weg zu meiner Internetfreundin. Ich wohne in der Nähe von Berlin und sie in Nürnberg. Im Flixbus bin ich also zu ihr hin und das war auch das erste Mal, das wir uns sehen sollten. Aber darum geht es eher weniger. Flixbus war zu dem Zeitpunkt gerade ganz neu und im Trend und jeder wollte es ausprobieren und Ferien waren auch noch, also war der Bus komplett voll besetzt. Der Platz neben mir war noch bis zum Schluss frei, bis dann zwei Saufkumpels, so würde ich sie einschätzen, einstiegen und merkten, dass sie doch ziemlich spät dran waren. Hinter mir war auch noch genau ein Platz frei, also setzte sich einer zu mir und einer genau hinter ihn. Ich merkte schon, das könnte eine lustige Fahrt werden, so hyperaktiv, wie die drauf waren. Genervt drehte ich mich schon öfter um, bis der Junge hinter mir, dessen Platz bis eben auch noch frei war, anbot sich zu mir zu setzen, damit die beiden Kumpels ja zusammensitzen konnten. Gesagt, getan. Ich war wirklich froh, eher diesen doch hübschen, ruhigen Jungen neben mir zu haben. Aber wie gesagt, bin ich nicht so der Typ, der auf Menschen zugeht. Also saßen wir schon mindestens 2 Stunden dort und haben nur "Hi" gesagt, denn er war anscheinend der gleiche Typ wie ich. Als wir Pausen machten, sahen wir uns auch immer verwirrt um. Beim Hinsetzen dann habe ich Tollpatsch mir dermaßen den Kopf gestoßen, sodass das der Eisbrecher war. Er fragte, ob alles okay sei mit mir. Ich bejahte und dann reichte es mir und sagte wir können doch nicht ewig weiterschweigen, er kann mir doch zumindest sagen, wie er heißt. Leider weiß ich das nicht mehr, es ist zu lange her. Und es ist leider auch keine romantische Liebesstory (obwohl das ziemlich cool wäre!) aber wir haben dann die ganze Fahrt lang geredet und haben uns sofort gut verstanden, haben viel gelacht, er hat mir viel von ihm erzählt und das er nicht oft in Berlin ist. Wir haben aber nicht die Nummern ausgetauscht, leider, aber vielleicht sollte es so sein, die gegenseitige Unterhaltung im Bus. Es hat mir viel Spaß gemacht mit ihm zu reisen. Wenn auch nur für die kurze Zeit. Da kann man mal sehen, was man für interessante Menschen und vielleicht sogar Freunde verpassen kann, nur wenn man zu schüchtern ist! Ein Glück habe ich mir damals den Kopf gestoßen.


Die zweite Geschichte ist natürlich aus Neuseeland. Wer hätte das gedacht.  

In Neuseeland habe ich viele Begegnungen gemacht, so viele nette Menschen, die kann man gar nicht aufzählen, auch wenn das im ersten Hostel das Gegenteil war. Da dachte ich, ich werde nie Leute kennenlernen, aber egal. 
Unser erster Job war auf einem Rummel, Karnival, wie auch immer man das nennen möchte. Dementsprechend auch viele Backpacker. Pascal und ich kamen dort an total aufgeregt wurden eingeführt und durften dann mit unserem Camper Auto uns zwischen den Anderen stellen. Man kannte keinen, erst mal alles fremd. Irgendwann abends saßen die Ersten zusammen um eine Lampe am Tisch und quatschten. Immer mehr setzten sich dazu, nur Pascal und ich nicht. Wir wollten uns nicht einfach ohne Einladung dazu setzen, das fanden wir unhöflich, keine Ahnung wieso, haben ja alle Anderen auch gemacht. Ein Glück kam dann aber jemand endlich und meinte wir könnten uns doch auch dazu setzen! So lernten wir die Rummel Crew kennen. So viele nette Leute. 5 Deutsche, eine Finnin, ein Schotte und eine Holländerin. Nach ein paar Tagen hatten wir uns alle irgendwie ins Herz geschlossen und das war der Anfang einer wunderbaren Reise Freundschaft. Wir reisten mit dem Rummel von Ort zu Ort und das war mit die beste Zeit in Neuseeland, wie ich fand. Ich habe mich so wohlgefühlt, trotz der Arbeit und das lag einfach genau an den Menschen. Da wir auch das einfachste Leben hatten, kochten wir zusammen und nach der Arbeit zusammensitzen und reden, war Tradition. Einmal machten wir auch einen Filmeabend, mit einem Laptop, draußen und es war so kalt, aber soo schön! Wir waren dann letztendlich zu 10. 


Es hatte sich dann eine Gruppe herauskristallisiert, die 5 Deutschen und die Holländerin. Pascal, ich, Anna, Ann-Kristin, Al und Rose. Wie auf dem Bild zu sehen. Leider wollte Rose ihren eigenen Weg gehen und verabschiedete sich dann, die positive immer lachende Rose! 



So reisten wir aber zu 5. weiter und es war wundervoll. Wir spielten Karten, saßen draußen, kochten und schauten dabei aufs Meer, lachten bis wir Tränen in den Augen hatten und halfen uns gegenseitig, wenn jemand in der Klemme steckte. Es war einfach mit die schönste Zeit. Dann wurden wir von Anna und Ann-Kristin für eine Weile getrennt, da sie woanders dem Rummel helfen mussten. Als sie nach ein paar Wochen wieder da waren, haben wir uns so gefreut, als wäre ein Stück der Familie wieder da. Und vielleicht reisen manche Menschen oft mit anderen Leuten und schließen so viele Freundschaften, aber für mich war es als hätte ich meine Freunde von zu Hause mit nach Neuseeland geholt, so wohl habe ich mich gefühlt. Ich hatte in dem Zeitraum kein geringstes Heimweh und konnte mir vorstellen, dass es immer so weitergehen könnte. Ich war glücklich.
Wir bereisten viele Orte zusammen und sahen so viel und irgendwann kam aber leider der Abschied. Hoffentlich aber nicht für immer, wir haben noch Kontakt und vielleicht sehen wir uns noch mal und dann habe ich meine Freunde aus Neuseeland in Deutschland. Und ich müsste ihnen eigentlich mal Danke sagen, dass sie unsere Reise so bereichert haben, und kann glücklich sagen, dass auch ich bei meiner Reise wundervolle Menschen kennengelernt habe.


 

Es geht zu schnell.

Dienstag, 15. März 2016



Ich mache diesen Post aus einem Grund. Eigentlich wollte ich noch mehr von Neuseeland erzählen, das kommt auch noch, was genau weiß ich nicht aber mir wird schon was einfallen, gibt ja viel zu erzählen. Aber es kam etwas dazwischen, nichts schönes. Sophie macht gerade viel durch und es tut mir unendlich leid, auch mich lässt es nicht kalt. Und mir ist einfach bewusst geworden. Das geht zu schnell alles. Und manchmal ist die Welt unfair. 




Nein es ist niemand gestorben, falls das jemand denkt. Trotzdem ist es nicht schön. Eigentlich war alles schön, alles gut. Und manchmal geht es schneller als man denkt. Einfach so. Letzte Woche war für mich einfach irgendwie alles zu viel. Warum kommt eigentlich alles Blöde immer aufeinmal? Da habe ich mich doch nach Neuseeland zurückgewünscht. Alles kam aufeinmal. Und ich war für sie da, bin ich immer noch, jeder Zeit. Nur da fragt man sich schon, ob nicht jeder kleine Streit bei dem man sich so stur stellt wirklich so wichtig ist? Warum sollte man sein Leben so noch erschweren, warum kann man nicht einfach über seinen Schatten springen, Frieden schließen. Unser Leben ist doch schon schwer genug. Und zu kurz um all die schönen Momente zu versauen.



Sophie hat das nicht verdient. Sie hat es so schon nicht leicht. Und ich hoffe das geht alles gut. Aber sie ist stark. Außerdem hat sie so viele die für sie da sind. Mich natürlich eingeschlossen, obwohl das für mich auch alles nicht so leicht ist. Und so hat jeder sein Päckchen zu tragen, jeder hat seine traurige Geschichte. Das Leben ist eben nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Trotzdem sollte man nicht den Lebensmut verlieren. 



Ich möchte nur, dass jeder seine Familie und Freunde als was Kostbares ansieht und nicht als selbstverständlich. Wann hat man denn das letzte Mal jemandem gesagt, dass man ihn mag? Dass es schön ist ihn zu haben. Ich weiß das gar nicht mehr. Vielleicht sollte man das wirklich mal öfter tun. Und nicht nur zu einem Feiertag.  



PS: Um den Post doch ein wenig noch fröhlicher zu stimmen, ein kleiner Fun Fact. Sophie ist bei dem Shooting ins Wasser gefallen. Ups. Wir sind ein wenig eingerostet. Sie hat aber einfach so weitergemacht. Respekt, das würde nicht jeder machen. 

Auf ins nächste Abenteuer - dem Alltag.

Mittwoch, 2. März 2016




Nun sitze ich also wieder hier in meinem Zimmer, an meinem Schreibtisch und an meinem Computer. Ganz normal als wäre nichts passiert. Ich bin jetzt schon fast 2 Wochen wieder zu Hause und es ist schön und komisch und so als hätte sich nichts verändert und doch alles irgendwie. 
Vor der Reise hatte ich bei einigen Bloggern über das Heimkommen von einer langen Reise gelesen, zum Beispiel bei heldenwetter. Aber da lag meine Reise in naher Zukunft und all die Abenteuer vor mir also, wieso sich schon mit dem Heimkommen befassen? Ich habe es nur überflogen und gedacht ach quatsch, mir passiert das eh nicht. Natürlich musste es aber so kommen, war ja klar, wenn man so was schon vorher sagt oder?



Als ich unterwegs war und sich die Reise immer mehr dem Ende neigte, freute ich mich auf zu Hause, so sehr, wie ich es nicht gedacht hätte. Ich freute mich auf den Luxus, endlich wieder ein richtiges Bett, das essen was man will, wenn es regnet, nicht den ganzen Tag im Auto hocken, nicht sich jeden Tag fragen auf welchen Campingplatz man denn fahren muss, um legal irgendwo zu schlafen und noch viel mehr Kleinigkeiten, die man gar nicht versteht, wenn man es selbst nicht erlebt hat. Im Nachhinein denke ich, dass ich sie selber schlimmer geredet habe, als es eigentlich war, eigentlich vermisse ich es natürlich auch ein wenig. Und irgendwie dachte ich, wenn ich nach Hause komme, bin ich anders, wie ich meinen Tag gestalte ist anders, wie die Leute mit mir umgehen ist anders, einfach alles. Aber irgendwie war es alles genau gleich, als wäre ich ein Wochenende weg gewesen ein paar Kilometer weit und nichts Spannendes wäre passiert. Und das hat mich erschrocken, das war eine schlimme Erkenntnis und ich musste sehr oft darüber nachdenken. Konnte es mir einfach nicht vorstellen, dass so was oft passiert. Ich machte mir Sorgen, dass mit mir irgendwas nicht stimmt. Ich wurde sehr nachdenklich.



Die ersten Tage waren noch voller Euphorie und gleichzeitig so belastend. Der Jetlag hat mich ganz schön fertiggemacht, um 5 Uhr früh war ich wach und um 21 Uhr war ich schlafen, selbst jetzt hab ich es immer noch nicht wirklich in den Griff bekommen, ab 19 Uhr werde ich müde, mal gucken, wann es weggeht. Das war auf jeden Fall mit das Einzige was ich als Veränderung spürte. Mein normaler Tagesablauf war genau wie vorher, ich habe mich gar nicht verändert, ich machte die gleichen Dinge, aß die gleichen Sachen, meine Eltern verhielten sich genau gleich und ich auch. Da war es eine willkommene Abwechslung, dass meine Freunde mich alle natürlich wiedersehen wollten. Also traf ich mich tagelang mit all meinen Freunden und man denkt zumindest in der Hinsicht ist doch bestimmt was anders, aber selbst das war dasselbe. 

Meistens kam die Frage auf "Und wie wars?" All die Eindrücke, die Erlebnisse, die Abenteuer, die Leute die man kennengelernt hatte, alle Probleme aber auch Lösungen, alle Gefühle, die man während eines halben Jahres hatte, wie sollte man das einem Menschen erklären? Meistens sagte ich "Wunderschön." Damit war es dann abgehakt. Wir setzten mit normalen Alltagsthemen weiter, ähnliche Sachen, die wir schon vor der Reise besprochen hatten. 
Wenn es nach mir ginge, würde ich über nichts anderes reden, ich habe immer wieder parallelen und denke - in Neuseeland war das so und so. Am Anfang habe ich das auch immer wieder angesprochen, aber irgendwann sind selbst die Eltern davon genervt. Aber man hat einfach so viel erlebt was andere Menschen nie genau nachempfinden können, da sie es einfach nicht erlebt haben. Das erdrückt einen, so viele Sachen zu erzählen und keiner möchte es hören, vor allem da bei mir eigentlich die meisten auch meine Youtube Videos gesehen haben, denken sie, sie wissen alles, aber es gibt einfach noch viel mehr, natürlich. Und trotzdem hatte ich das Gefühl bis auf das, habe sich nichts verändert, selbst die Stadt ist dieselbe, selbstverständlich die Erde dreht sich auch auf der anderen Seite der Welt weiter. Irgendwie war ich im Inneren unglücklich, zwar auch glücklich zu Hause zu sein und irgendwie ist es auch schön alles auf Normalzustand zu wissen, aber es frustriert einfach. Ich wollte nicht einmal meine Fotos bearbeiten oder das letzte Video bearbeiten, weil ich dachte "Wie kann ich mich denn gar nicht verändert haben?" 




Erst einmal schaute ich mir also nach langer Zeit noch mal den Post vom Heimkommen an, von heldenwetter. 
Genau das, was ich fühlte, schrieb sie nieder, nun konnte ich mich wirklich damit identifizieren. Der Unterschied ist, dass ihre Reise schon lange zurückliegt, meine dagegen erst 2 Wochen her ist. Ich hab immer noch den sogenannten "post travel blues". Ich vermisse immer noch den aufregenden Alltag jeden Tag, sodass alles wie ein kleines Abenteuer erscheint. Hier ist eben alles gleich, man kennt alles. Mein persönliches Glück aber ist, dass ich nicht alleine gereist bin, bei Pascal kann ich immer wieder mit Neuseeland anfangen, er weiß dann genau was ich meine, er versteht die Andeutungen und auch den Unterschied. Bei ihm ist es nicht ganz so wie bei mir, aber wenigstens ist er da, mit ihm kann ich reden, ganz viel. 


Ein wenig hat es mir geholfen, gleich wieder zu reisen, nicht so wie sonst, sondern ganz klein, kleine Trips eben. Eine Freundin wohnt in Nürnberg, ich in Berlin, also ging es erst mal auf zu ihr, ganz allein. Ich wollte nicht einmal vom Bahnhof abgeholt werden, ich wollte selbst  den Weg finden zu ihr, ein bisschen es genießen allein in der fremden Stadt zu sein. Ich denke das hätte ich früher nie gemacht, da hätte ich viel zu sehr Angst gehabt. Aber wenn ich Neuseeland geschafft habe, schaffe ich fast alles, das denke ich mir oft. 
Nürnberg war eine schöne Ablenkung. Es war auch wieder wie ein kleines Abenteuer jeden Tag, da ich auf keinen Fall meinen Alltag hatte. Gestern ging es nach Greifswald, nicht so weit weg, aber weg von meinem Alltag. Auch das war ein wunderschöner Tag und ebenso am Wochenende wieder zu einem Freund, der aus der Stadt weggezogen ist. Ich habe das Gefühl, ich kann nicht lange hier bleiben, ich muss immer ein wenig Abwechslung haben, das merke ich. Vielleicht habe ich mich doch verändert und ich merke es einfach nicht. Irgendwann werde ich es schon herausfinden. Aber es hat mir auf jeden Fall geholfen, ich habe nach Nürnberg mich an die Bilder rangesetzt und so viele bearbeitet. Das Video habe ich auch veröffentlicht. Nur davon reden, das will ich immer noch. Dafür habe ich euch und den Blog, hier kann ich so viel davon schreiben wie ich will, keinen stört es, denn der der es nicht lesen will, tut es nicht. 

Alle die das gleiche wie ich erleben, sollten darüber lesen, auch Tipps dagegen, ich habe viel gefunden, letztendlich  muss jeder selbst wissen wie er damit umgeht. Aber keiner ist allein damit. 

Frohes neues Jahr, mit Versprechen!

Donnerstag, 31. Dezember 2015



Ein Post ohne Bilder, da ich hier nicht bearbeite, das kann ich erst zu Hause .. auf meinem eigenen Computer,also dauert es noch, aber dann werdet ihr vollgeschmissen mit Fotos. Hier ist in ein paar Stunden Silvester deswegen wollte ich einfach euch ein schönes neues Jahr wünschen und das es genauso gut wie oder besser als 2015 wird. Wer sich vielleicht dran erinnert, habe ich letztes Jahr einen ewig langen Jahresrückblickspost gemacht, das wird, wie man sich vielleicht denken kann, dieses Jahr nicht unbedingt was. Trotzdem will ich versprechen nächstes Jahr mich wieder viel mehr dem Fotografieren zu widmen. Mir fehlt es doch mehr als gedacht. Zwischendurch hatte ich eine Phase wo ich dachte ich entwickle mich gar nicht weiter, mir gefallen meine eigenen Bilder nicht mehr, deswegen habe ich kaum noch welche gemacht, mich mehr aufs Arbeiten konzentriert, davor aufs Abi und danach natürlich auf Neuseeland und hier merke ich wie es mir fehlt. Ich habe viel vor nächstes Jahr aus fotografischer Sicht, also hoffe ich ihr seid dann auch mit dabei! :)

Noch einmal: Frohes neues Jahr!